Es gibt Anhänger politischer Richtungen , die trauen GoldmanSachs weniger über den Weg als einem dahergelaufenen Bankräuber. Ich gehöre nicht dazu. Daher weise ich gerne auf eine aktuelle Studie der Investmentbanker hin, die auch ausführlicher auf dem Blog “Wirtschaftliche Freiheit” besprochen wird und deren Fazit ist: Die Mittelschicht wächst weltweit. Der Wohlstand nimmt zu.
Und damit bin ich bei meinem Fazit: Unser Beschluss Pro Globalisierung der JuLis Bayern von vor zwei Jahren war damals unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Fakten korrekt und ist auch weiterhin richtig.
Wir Liberale sind weiterhin und verstärkt, insbesondere angesichts der Politik von linken Protektionisten wie attack, SPD, Linkspartei und rechten Protektionisten (ich erinnere nur an die Landwirtschaftspolitik oder Airbus) von CDU/CSU, die Einzigen, die erkennen, dass die Lösung einer Vielzahl von globalen Problemen nicht in der weiteren Abschottung an Landesgrenzen und in wirtschaftspolitischem Staatsinterventionismus zu finden ist, sondern in einer konsequenten Öffnung.
Nicht die Globalisierung macht die Entwicklungsländer arm und beutet Schwellenländer aus, sondern die protektionistische und immer noch für unsere Verhältnisse fast imperialistisch anmutende Außenwirtschaftspolitik der Industrienationen mit Einfuhrzöllen, Agrarsubventionen und Entwicklungshilfepfusch. Natürlich bringt die Globalisierung neben den wirtschaftlichen Auswirkungen und deren sozialen Folgen auch andere Herausforderungen mit sich: Umweltpolitische, gesundheitspolitische, etc., die sich nicht von selbst lösen. Aber gerade das sollte ein Anreiz sein, die Globalisierung zu gestalten und nicht so zu tun, als könnte man sich davon abkoppeln. Bzw. als wäre das ratsam.
Ich muss die Argumente nicht alle wiederholen, sie stehen ja im verlinkten Beschluss. Und eine ganze Reihe davon in der Studie von GoldmanSachs oder der Besprechung auf Wirtschaftliche Freiheit. Viel Spaß allen Liberalen beim Lesen!

















August 16th, 2008 um 12:44
Beachtlich ist in Anbetracht dessen aber, dass es die deutsche Bundesregierung aus einer verschlafenen CDU, einer zerstrittenen SPD und einer vollkommen konfus agierenden CSU geschafft hat, die MIttelschicht in der BRD zum Schrumpfen zu bringen. Bei aller Freude über die vergangene Hochkonjunkturphase und der damit einhergehenden sinkenden Arbeitslosenzahlen wird das nämlich oft übersehen. Steuererhöhungen in mehrerlei Variation haben da ihr übriges getan. Spannend auch, wie sich diese Entwicklung nun fortsetzen wird, nachdem die Konjunktur abgeflaut ist. Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupote, dass wir das wohl (zumindest bis zur BTW 2009) noch äußerst pessimistisch zu beurteilen haben.
August 16th, 2008 um 14:04
Warum sollte das keine erfolgreiche Strategie zumindest für die SPD sein? Die “Mittelschicht” als SPD-Wählerklientel? Bei der CDU/CSU zeigt sich das schon eindeutiger. Aber diese Fraktion scheint ja auch nicht die Kanzlerin zu stellen, wenn man sich die Umfrageergebnisse anschaut und den gespielten “Stolz”, mit dem Pofalla doch tatsächlich der Presse präsentiert, die CDU-Mitgliederzahlen würden weniger schnell abstürzen als die der SPD…
Eine ganz andere Frage ist, ob die “Mittelschicht” überhaupt (noch) so homogen ist, wie es ihr gerne unterstellt wird…