Vorfahrt für Sicherheit: TÜV für Senioren

Wir Junge Liberale Bayern fordern, dass zukünftig Rentnerinnen und Rentner ab einem  Alter von 70 Jahren bei einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, der in das Fahreignungsregister eingetragen wird, (Verkehrsunfall) sowohl einen Seh- als auch einen Reaktionstest zu absolvieren haben. 

Die oberste Priorität der Jungen Liberalen Bayern stellt die Sicherstellung der  Verkehrssicherheit dar, weshalb im Rahmen dieser Tests ermittelt werden soll, welche Ursachen u. U. zu dem Verstoß geführt haben können. 

 Der Sehtest gilt als bestanden, wenn die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne  Sehhilfen mindestens 0,7 (70 %) auf beiden Augen beträgt. Bei Nichtbestehen soll eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. 

 Sollten die Ergebnisse des Reaktionstests, oder beider Tests, unzureichend sein, gilt  es für die jeweilige Personen  im nächsten Schritt Maßnahmen einzuleiten, welche möglichst für eine weitere Teilhabe am Individualverkehr sorgen. Dies können Angebote – exemplarisch ist hier der Mobilitäts-Check von DEKRA zu
nennen – darstellen, welche neben einer möglichen Beeinträchtigung im Seh-
und Reaktionsvermögen eine weiterführende psychologische und verkehrsmedizinische Beratung ermöglichen. Auf diese Weise können effektiv Herausforderungen, Probleme oder gar Ängste der betroffenen Person im Straßenverkehr ermittelt werden. Darüber hinaus sollen Rentnerinnen und Rentner im Rahmen einer Fahrverhaltensbeobachtung ein neutrales Gutachten erhalten, welches eine verbindliche Empfehlung für die weitere Teilnahme am
Straßenverkehr durch einen Pkw ausspricht. Dabei muss es insbesondere ermöglicht werden, Senioren dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen, die ein erwiesenes Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr darstellen. 

Antragssteller: JuLis Regensburg, Bezirksvorstand JuLis Oberpfalz

Gültigkeit: 5 Jahre