Laptop und Lederhose? – Sofortmaßnahmen für einen Weg aus der bayerischen Bildungskrise


Bildung ist Menschenrecht. Durch Missmanagement, jahrelange Versäumnisse in der Digitalisierung und einen sich ständig und kurzfristig ändernden Kurs der Staatsregierung und des Kultusministeriums entwickelt sich diese Pandemie jedoch zu einer echten Gefahr für die Bildungsgerechtigkeit in ganz Bayern. Um der Bildungskrise begegnen zu können, braucht es jetzt unkomplizierte und sofort wirkende Maßnahmen. Hierbei muss der Freistaat das vielfältige kreative Engagement der einzelnen Schulen bestmöglich unterstützen, damit auf die regionalen Besonderheiten Rücksicht genommen werden kann.

  1. Funktionierende Lernplattformen braucht das Land

Online-, Fern- und Wechselunterricht können nur funktionieren, wenn den Schülern funktionierende Lernplattformen zur Verfügung gestellt werden und diese effektiv genutzt werden können. Die Plattform „mebis“ ist in dieser Funktion in der Pandemie vorerst gescheitert. Zwar muss es langfristig das Ziel sein, den Schulen bundesweit eine einheitliche lauffähige Lernplattform als Open Source-Projekt zur Verfügung zu stellen, kurzfristig ist jedoch jetzt schnelles und effizientes Handeln gefragt. Auch hier gilt: Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Statt also komplett neue Plattformen aufzubauen, befürworten wir zuvorderst die Nutzung bestehender, privater Angebote. In die Plattform sollte eine Schnittstelle zur Nutzung von hochwertigen, digitalen Unterrichtsinhalten von privaten Anbietern eingebaut werden.

Seit Mai 2020 steht den weiterführenden Schulen in Bayern als Ergänzung zu mebis Microsoft Teams zur Verfügung. Es ist richtig, dass das Kultusministerium diese Förderung übernommen hat. Dass der Vertrag jedoch nach erneuter Verlängerung nun bereits im April 2021 ausläuft stellt die Schulen vor neue Unsicherheiten. Um einen reibungslosen Übergang zum vollständigen Präsenzunterricht bzw. die Umstellung zur bereits angekündigten bayerneigenen Plattform sicherzustellen, muss dieser Vertrag mindestens bis Ende des Schuljahres 2021/2022 verlängert werden. Auch nach Ende dieser Förderperiode fordern wir die Rahmenbedingungen für eine langfristige Förderung von Teams sicherzustellen, um die Digitalisierung an bayerischen Schulen weiter zu stärken.

Doch Teams reicht oft nicht aus. Deshalb haben viele Lehrerinnen und Lehrer kreative digitale Lösungen gefunden, um nicht auf mebis angewiesen zu sein. Diese Kreativität der einzelnen Lehrkräfte, die vielerorts dafür gesorgt hat, dass überhaupt digitaler Unterricht möglich ist, muss in dieser besonderen Krisensituation auch besonders gefördert werden. Hierzu muss der Freistaat den Schulen ein finanzielles Budget zur Verfügung stellen, um nach Bedarf eigene Plattformangebote entsprechend nutzen zu können.

Weitreichende Datenschutzbedenken haben an vielen Schulen dazu geführt, dass Plattformen nicht genutzt wurden. Hierzu muss der Landesdatenschutzbeauftragte eine Datenschutzbewertung von Lernplattformen durchführen und der Gesetzgeber bei Datenschutzdefiziten entsprechend tätig werden. Auch die Frage der Notenmitteilung im Fernunterricht muss dringend geklärt werden. Hierfür sind datenschutzrechtlich sichere Möglichkeiten zur schriftlichen Mitteilung zu schaffen.

Mittelfristig – bis zum Aufbau einer bundesweiten Plattform – fordern die Jungen Liberalen Bayern mebis auf den Stand zu bringen, den das Kultusministerium bereits seit 2014 verspricht. Ständige Pannen und ein Minister, der zur Lösung der Probleme von der Nutzung der Plattform abrät, dürfen nicht länger an der Tagesordnung sein. Zentrales Problem ist dabei auch das Management des Projekts. Deshalb fordern wir die Einsetzung von qualifizierten Teams, inkl. erfahrener Projektmanager für alle Softwareprojekte des Kultusministeriums.

  1. Damit jeder ins digitale Klassenzimmer findet

Doch es braucht auch funktionierende Hardware, Schulen, die mit dieser umgehen können und Lehrkräfte, die im Umgang mit Plattformen und digitaler Lehre geschult sind. Deshalb muss professioneller technischer Support vor Ort vorhanden sein. Die Umsetzung der entsprechenden Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt muss schneller vor Ort ankommen und eine langfristige Mitfinanzierung durch den Freistaat im Schulfinanzierungsgesetz so verankert werden.

Darüber hinaus ist schnelleres Internet für alle Schulen die zentrale Grundvoraussetzung für die digitale Lehre. Das ist besonders für Wechsel- und Hybridunterrichtkonzepte wichtig. Gleiches gilt für Lehrkräfte im Homeoffice. Hier muss der Freistaat finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um schnell, unkompliziert und ohne Rücksicht auf den schleppenden Breitbandausbau unsere Schulen und die Lehrkräfte ins digitale Zeitalter zu holen. Insbesondere muss hier die Möglichkeit bestehen, über das LTE-Netz die notwendigen Kapazitäten zu erwerben.

Auch die bayerischen Lehrkräfte, mit ihrem oftmals sehr unterschiedlichen technischen Hintergrundwissen, müssen auf die digitale Lehre vorbereitet werden. Die Fortbildungsoffensive des Kultusministeriums ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung. Jedoch fehlt es noch immer vielerorts an grundlegenden Kenntnissen. Die Jungen Liberalen Bayern fordern daher Schnellkurse für Schüler und Lehrer, damit diese sich mit den entsprechenden Programmen vertraut machen können. Zusätzlich bedarf es eine konstante Betreuung von Lehrkräften bei Rückfragen zur Nutzung von Hardware und Software. Hierzu fordern wir die Einrichtung eines bayernweiten Helpdesks für „Teams, Tablet & digitale Lehre“.

Grundvoraussetzung für Bildungsgerechtigkeit im digitalen Raum ist auch, dass ausreichend digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler vorhanden sind, damit jeder am Unterricht teilnehmen kann. Doch trotz der Tatsache, dass der Bund über den DigitalPakt den Ländern weitere Mittel zur Beschaffung von Leihgeräten zur Verfügung gestellt hat, kommt die Anschaffung in Bayern nur schleppend voran. Es braucht jetzt einen Anschaffungsturbo für Leihgeräte und eine bessere Bewerbung dieser Programme. Ähnlich wie bei Lehrkräften, muss auch bei den Leihgeräten sichergestellt werden, dass diese mit einer ausreichenden Internetkapazität – im Zweifel über das LTE-Netz – ausgestattet sind. Lehrerinnen und Lehrer müssen außerdem schnellstmöglich mit Hard- und Software ausgestattet werden, die sich in die bestehende und zukünftige digitale Infrastruktur an Schulen einfügt und auch nach Ende des Distanzlernens langfristig genutzt werden kann. Diese Ausstattung muss auch nach der Pandemie weiter erfolgen.

Die Digitalisierung darf sich zudem nicht nur auf den Ersatz klassischer Einrichtungsgegenstände (wie Tafel durch Smartboard oder Overhead-Projektor durch Dokukamera und Beamer) beschränken, sondern muss sich auch fundamental in der didaktischen Methodik niederschlagen. Die neuen Möglichkeiten, die digitale Geräte bieten, müssen daher auch tatsächlich im Unterricht sinnvoll genutzt werden: Etwa durch individuelle Recherchearbeiten im Internet oder neue Formen des Coworkings an gemeinsamen Projekten. Auch traditionelle Methoden der Leistungserhebung sollten überdacht werden: Statt weiterhin nur stumpf auswendig gelerntes Wissen auf Papier oder durch Ausfragen zu testen, könnten auch hier neue, digitale Wege – auch unter bewusster Zuhilfenahme des Internets – beschritten werden, die z.B. Methodenkenntnisse erfordern. Dies muss bereits im Lehramtsstudium bzw. über entsprechende Fortbildungen vermittelt werden.

III. Für weltbeste Bildung und gerechte Prüfungen

Uns Jungen Liberalen Bayern sind Bildungsgerechtigkeit und gleiche Aufstiegschancen besonders wichtig. Hierbei darf die Corona-Pandemie nicht zu einem Desaster für die Bildung in Bayern werden. Deshalb muss das Kultusministerium den bayerischen Schülerinnen und Schülern entgegenzukommen und Corona bedingte Nachteile ausgleichen.

In einem ersten Schritt müssen hier besondere Regelungen für Prüfungen und Abschlussprüfungen getroffen werden. Niemand darf aufgrund der Pandemie tiefe Einschnitte in seiner Bildungsbiographie erleiden.

Hierbei muss ein besonderer Fokus auf die Abschlussprüfungen gelegt werden. Daher fordern wir vermehrt Intensivlernwochen zur Stoffwiederholung anzubieten, um die Prüflinge bestmöglich vorzubereiten. Darüber hinaus muss es die Möglichkeit schriftlicher Nachprüfungen in Form eines Verbesserungsversuches geben. Der bessere Versuch zählt. Diese Nachprüfungen sollen ungefähr zwei Monate später stattfinden. In dieser Zeit soll den Schülerinnen und Schülern angeboten werden den bereits bestehenden Stundenplan weiterlaufen zu lassen, damit der Stoff noch einmal vertieft werden kann und mögliche Lücken geschlossen werden. Ferner sollte eine sinnvolle Kürzung der Prüfungsinhalte unter Berücksichtigung der inhaltlichen Lücken durchgeführt werden.

In einem zweiten Schritt muss die allgemeine derzeitige Lernstoffvermittlung erweitert und verbessert werden. Es müssen denjenigen Schülerinnen und Schülern, bei denen die Lehrkräfte erhebliche Lücken feststellen, die Möglichkeit bekommen Nachhilfestunden in Kleingruppen auf Kosten des Freistaats zu beziehen. Hierzu sind insbesondere Studierende anzuwerben, die dadurch zum einen ihre finanziellen Einbußen im Rahmen der Pandemie ausgleichen und zum anderen bereits erste Lehrerfahrung sammeln können. Diese sollen Intensivierungsstunden vor allem in den Kernfächern anbieten. Die Anwerbung erfolgt über die einzelnen Schulen. Die Mittel hierzu stellt der Freistaat Bayern im Rahmen eines eigenen Budgets den Schulen zur Verfügung.

Schon jetzt ist ersichtlich, dass Pandemie, Lockdown und schleppender Online- Unterricht zu weitreichenden Bildungslücken bei vielen Schülerinnen und Schülern geführt haben. Hierzu sind möglichst zeitnah Daten zu erheben. Anhand dieser Datengrundlage sollen dann konkret zusätzliche Intensivierungsstunden organisiert werden.

In einem letzten Schritt muss es die Option einer freiwilligen Wiederholung des Schuljahres 2020/2021 geben. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich dabei keinerlei Nachteile ergeben. Insbesondere sind etwaige Wiederholungs- und Rücktrittsregelungen nicht anzuwenden.


Gültigkeit: 1 Jahr


Antragsteller: Jannik Noah Jürß, Yannik Mohren, Johannes Kuffer, Neele Wagner, Maximilian Funke-Kaiser, Carl Schneegaß, Dominik Konrad, Analena Wilhelm, Gabriel Wölfel, Max Bruder, Max Hansen, Ramón König, Valentin Groß, Kerry Aileen Hoppe, Maxime Beck, Stefan Edenharder, Dominik Winkel, Lucas von Beckedorff, Sam Batat, Sascha Renner, Luca Scharf, Sascha Perkuhn, Felix H. Meyer, Tobias Dutta, Anton Blanke, Tarek Carls, Luca Brambrink


Für eine sinnvolle und zielführende Corona-Öffnungspolitik


Die Corona-Pandemie hat uns fest im Griff. Selbstverständliches wurde zur Ausnahme. Ausnahmen wurden zur Regel. Doch der Impfstoff macht Hoffnung, dass zumindest in absehbarer Zeit gesellschaftlich-freiheitliches Leben wieder möglich ist. Bis dahin ist es Pflicht und Aufgabe aller staatstragender und demokratischer Parteien gute Konzepte und Strategien zu entwickeln, die dafür sorgen, dass Gesundheits- und Freiheitsschutz in einen schonenden Ausgleich gebracht werden.

I. Öffnungsperspektive für Händler und Dienstleister

Die Jungen Liberalen Bayern fordern eine baldige Öffnungsperspektive für den Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Gerade kleine Läden haben im Gegensatz zu geöffneten Großunternehmen das Nachsehen. Es ist wichtig, dass die Corona-Pandemie nicht zum Brandbeschleuniger für die Verödung und das Aussterben der Innenstädte wird.

Deshalb ist es an der Zeit, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen den Weg frei machen für Öffnungsmöglichkeiten und private Schutzkonzepte jenseits der – eher schleppend vorankommenden – Impfungen.

Dabei sollen diejenigen privaten Konzepte wieder Anwendung finden, die sich bereits vor dem zweiten Lockdown bewährt haben. Weitere Schutzmaßnahmen, in Alternative zum pauschalen Lockdown, können besondere Lüftungssysteme, Schnelltests, gute Masken, eine digitale Kontaktnachverfolgung oder andere wirksame Schutzmaßnahmen sein. Bei Verstößen ist es selbstverständlich, dass diese durch das Ordnungswidrigkeitenrecht geahndet werden müssen.

Unter diesen Voraussetzungen halten wir eine baldige Öffnung von Einrichtungen, an denen das Infektionsgeschehen minimal ist (wie etwa zunächst Museen, Ladengeschäften und Zoos), auch unabhängig vom weiteren Infektionsgeschehen für unproblematisch und wünschenswert.

II. Öffnungsperspektive für Hochschulen und Universitäten

Bildung ist Menschenrecht für alle. Für uns Junge Liberale Bayern stehen Bildungschancen an oberster Stelle. Daher ist es wichtig neben der Priorisierung von Schulen und Kitas auch die Hochschulen und Universitäten zu berücksichtigen und eine Öffnungsperspektive zu schaffen. Dabei sollte jeder Studierende miteinbezogen und niemand vernachlässigt werden.

Die Hochschulen und Universitäten leben vom gemeinsamen Lernen und Leben. Durch die aktuellen Maßnahmen fällt dies jedoch weg. Die meisten Studierenden leben alleine auf kleinem Wohnraum und haben dadurch nur sporadischen Kontakt zu ihren Mitmenschen. Eine Verlagerung der Hochschulen und Universitäten in das Digitale kann kaum die Vorteile der Präsenzlehre ersetzen. Universitäten und Hochschulen leben vom ständigen Austausch, dies ist digital jedoch nur sehr begrenzt möglich. Auch die Universitätsbibliotheken sind nur eingeschränkt nutzbar, trotz Click und Collect Möglichkeiten. Dies betrifft insbesondere den Zugang zu nicht ausleihbaren Medien und die Nutzung von Lernräumen. Die Unsicherheit bezüglich der Öffnungsperspektiven der Hochschulen und Universitäten haben des Weiteren auch negative Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Studierenden. Angst, Demotivationen, Substanzmissbrauch, Essstörungen und Depressionssymptome treten immer häufiger unter Studierenden auf.

Die Gruppe der Studierenden findet in der aktuellen Situation wenig Gehör. Dies ist ein Zustand, den wir schnellstmöglich verhindern und entgegenkommen wollen. Deshalb fordern wir, dass bei einem etwaigen Öffnungskonzept die Hochschulen und Universitäten genauso wie die Schulen und Kitas besonders berücksichtigt und baldige Öffnungsperspektiven geschaffen werden.

III. Gesundheitsschutz gilt für alle – Sport alsbald wieder möglich machen!

Der Staat hat einerseits eine Pflicht das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Andererseits hat er die Pflicht diese nicht zu gefährden. Uns Jungen Liberalen Bayern ist hierbei wichtig, dass gerade auch die langfristigen Folgen des Lockdowns nicht verharmlost werden. Insbesondere fürchten wir eine Gefährdung der geistigen und körperlichen Gesundheit weiter Teile der Bevölkerung, weil die Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten durch Verordnungen und durch die Winterjahreszeit massiv eingeschränkt sind. Deshalb fordern die Jungen Liberalen Bayern, dass ein etwaiges Öffnungskonzept unter anderem die schrittweise Öffnung von Fitnesscentern und sonstigen Sportstätten ganz besonders berücksichtigt. Insbesondere der Individualsport, welcher gerade keine Nahkontakte vorsieht, muss wieder möglich sein.

IV. Gesellschaftliche Teilhabe auch ohne Impfung gewährleisten!
Uns Jungen Liberalen Bayern ist die Härte der derzeitigen Corona-Maßnahmen für den Einzelnen bewusst. Dabei ist uns besonders wichtig klarzustellen, dass Grundrechte keine Sonderrechte, sondern universal geltende Menschenrechte für alle sind.

Darüber hinaus darf eine Öffnungsstrategie nicht alleine an die Impfung geknüpft sein. Für bislang nicht Geimpfte muss es möglich sein , dieselben Freiheiten zu genießen wie Geimpfte. Das soll durch eine übergangsweise Bestätigung der Nichtinfektiösität nach einem negativen Test („Grüner Pass“) geschehen.

Ziel allen staatlichen Handelns muss es sein, dass schnellstmöglich mehr Impfstoff für Impfwillige bestellt, besorgt und verabreicht werden, damit eine solche teilweise Öffnungsstrategie gar nicht notwendig wird.


Gültigkeit: 1 Jahr


Antragsteller: JuLis Mittelfranken, JuLis Unterfranken, JuLis Oberfranken


Für mehr Durchlässigkeit in unserem Schulsystem


Wir Junge Liberale fordern durch eine erhöhte Durchlässigkeit im Schulsystem die Bildungschancen eines jeden Schülers zu maximieren. Für jeden Schüler muss grundsätzlich bei angemessener Eigeninitiative zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit bestehen, auf eine andere Schulart zu wechseln. Es bedarf daher einer Flexibilisierung der Übertrittsvoraussetzungen auf Realschule und Gymnasium. Konkret setzen wir uns dafür ein, dass die Evaluierung, ob ein Übertritt auf die Realschule bzw. das Gymnasium angebracht ist, jahrgangsstufenunabhängig auf Basis von Evaluationsverfahren wie Aufnahmeprüfung, Probeunterricht und persönlicher Gespräche durchgeführt wird. Dabei soll die Feststellung stets auf Basis möglichst vielseitiger Evaluationsmethoden erfolgen, um die Übertrittsmöglichkeit nicht von einer eindimensionalen Bewertungsmethode abhängig zu machen. abhängig zu machen. Eine Eignungsfeststellung lediglich anhand einer Durchschnittsnote lehnen wir ab.


Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: Kerry Aileen Hoppe


 

Piazolos Chaos entschärfen. Schüler, Eltern, Lehrer und Lehramtsreferendare schützen!


Die Jungen Liberalen Bayern fordern, dass die Faschingsferien vom 15.02.2021 bis zum 19.02.2021 stattfinden, um Schüler, Eltern, Lehrer und Lehramtsreferendare zu entlasten.


Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: JuLis Mittelfranken, JuLis Unterfranken, JuLis Oberfranken, Kerry Aileen Hoppe


 

Kein D’Hondt-Verfahren bei Kommunal- und Hochschulwahlen


Die Jungen Liberalen Bayern lehnen die Verwendung des d’Hondtschen
 Höchstzahlverfahrens für die Auszählung von Wahlen in Bayern ab, hierbei
 sei insbesondere die Verwendung bei Hochschulwahlen genannt, da das Verfahren
 kleinere Parteien und Listen gegenüber anderen Auszählungsverfahren benachteiligt.
 Das Verfahren wird bei Kommunal- und Landtagswahlen in Bayern mittlerweile deshalb
 nicht mehr verwendet, findet gegenwärtig bei Hochschulwahlen in Bayern aber
 noch Anwendung.  Stattdessen wird die Anwendung des Hare/Niemeyer- oder des Sainte-
 Laguë-Verfahren befürwortet.


Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: LHG Bayern


 

SMV – Mehr als Kuchenverkauf!


Die Jungen Liberalen Bayern sind der festen Überzeugung, dass eine gute
Schulgemeinschaft an Bayerns Schulen nur mit reellen Einbringungsmöglichkeiten für
die Schülerinnen und Schüler existieren kann. Um die Möglichkeit der Partizipation
der Schülerschaft an der Schulgemeinschaft zu verbessern, fordern die Jungen
Liberalen Bayern: 

  •  Schülersprecherwahlen mit aktivem und passivem Wahlrecht für jeden Schüler 
  •  Die Möglichkeit, Schüler- und Klassensprecher abzuwählen, solange ein neuer Schüler- oder Klassensprecher nachgewählt wird. 
  •  Eine Verpflichtung der Schulen, auf ausreichende Informationen der Schüler über
    Interessensvertretungen und relevante Veranstaltungen hinzuwirken. 

Gültigkeit: 5 Jahre


 

Verpflichtender Sexualkundeunterricht


Die Jungen Liberalen Bayern fordern verpflichtenden Sexualkundeunterricht als
Teil des Biologieunterrichts der weiterführenden Schulen, sowie des Heimat- und
Sachkundeunterrichts der Grundschulen, für alle Schüler im Freistaat Bayern und im 

 gesamten Bundesgebiet. 

Bei zeitlicher Knappheit innerhalb eines Schuljahres sprechen wir uns dafür aus, keinesfalls den Sexualkundeunterricht einzuschränken oder entfallen zu lassen.


Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: BV Niederbayern


 

Kostenfreiheit des Schulweges


Bildung ist ein Grundrecht und die Basis für ein eigenverantwortliches Leben. Ein
sicherer und schneller Weg in eine Bildungseinrichtung liegt im Allgemeinen
staatlichen und gesellschaftlichen Interesse. Der Landeskongress möge daher
beschließen: 

  1.  Das Gesetz über die Kostenfreiheit des Schulwegs muss unabhängig von der
    Entfernung des Wohnsitzes des Schülers von der Bildungseinrichtung gelten
    (aktuell mindestens 3 km; siehe Art. 2 Abs.1 SchKfrG) 
  2.  Kostenfrei sollte der Weg für alle Schüler sein, unabhängig von der staatlichen
    oder privaten Trägerschaft der Bildungseinrichtung (Art. 2 Abs. 2 SchKfrG) 
  3.  Die Höhe der Erstattung richtet sich nach den Kosten, die beim Besuch der
    nächsten Schule der gewählten Art und Ausrichtung anfallen, unabhängig davon,
    welche Schule besucht wird.

Gültigkeit: 5 Jahre


Fairness und Planbarkeit – aber keine Geschenke. Abitur in der Corona-Krise


Die Jungen Liberalen Bayern nehmen die aktuelle Debatte um einen Verzicht auf Abiturprüfungen als eine für viele betroffene junge Menschen Entscheidende wahr. 

Für uns ist selbstverständlich, dass die betroffenen Schüler unter keinen Umständen die Leidtragenden der aktuellen, einzigartigen Krise sein dürfen. Insbesondere aus Gründen der Fairness gegenüber allen vorher und nachher regulär geprüften Abiturienten, halten wir die pauschale Vergabe einer Hochschulreife ohne entsprechende Abschlussprüfungen jedoch für die absolute Ultima Ratio. 

Wir erkennen dennoch an, dass Abiturienten hinsichtlich der Prüfungen und der Vorbereitung hierauf geklärte Verhältnisse und Planungssicherheit verdienen. Ständige, teils kurzfristige Terminverschiebungen sind hier inakzeptabel. 

Die JuLis Bayern fordern deshalb für den Fall, dass die Abiturprüfungen zum angesetzten Termin im Mai nicht durchführbar sind: 

  1. Die Abiturprüfungen sind auf einen signifikant späteren Termin (z.B. Juli/August) festzulegen, um maximale Planungssicherheit für die Vorbereitung auf den neuen Termin zu gewährleisten. Das Verfahren, insbesondere die Möglichkeit zur mündlichen Verbesserung, bleiben unangetastet. Eine leichte zeitliche Stauchung des Ablaufes halten wir jedoch für angemessen. 
  2. Die Schulen haben sämtliche hygiene- und raumbezogenen Vorkehrungen zu treffen, die die Durchführung der Abiturprüfung in Kleingruppen bzw. mit ausreichendem räumlichen Abstand der Prüflinge zueinander gewährleistet. 
  3. Zum Zwecke der Vorbereitung sollen alle Schulen angehalten werden, entsprechende Materialien anzubieten und Ihre Lehrkräfte zum Angebot von Online-Besprechungen zu bewegen. Die grundsätzlichsten Materialien sind vom zuständigen Kultusministerium bereitzustellen. 
  4. Die Staatsregierung ist angehalten, Leitlinien zu erarbeiten und Verordnungen zu erlassen, die eine angemessene zeitliche Anpassung der Bewerbungsverfahren für berufliche und schulische Ausbildungen und Immatrikulationsverfahren an den Universitäten und Hochschule gewährleisten. 

Sollte absehbar werden, dass die Prüfungen unter den o.g. Vorkehrungen dennoch bis August keinesfalls durchführbar sind, ist den Schülern auf Grundlage ihrer bisher in der Oberstufe erbrachten Leistungen die allgemeine Hochschulreife zu bescheinigen. 

Insbesondere gilt jedoch: 

  1. Schüler, die nach dem dann gültigen Stand die Zulassung zur Abiturprüfung nicht erreicht hätten, sind in die 11. Jahrgangsstufe zurückzuversetzen. 
  2. Die Möglichkeit zur mündlichen Verbesserung ist allen Schülern zu gewähren, die geltend machen, für ihre angestrebte Ausbildung auf eine bessere Note angewiesen zu sein, sofern diese durch eine Nachprüfung realistisch erreichbar ist. 
  3. Berechnungsmethoden der Durchschnittsnote, die eine Bevorzugung gegenüber regulär geprüften Abiturienten darstellen, lehnen wir kategorisch ab, ebenso wie jede benachteiligende Berechnungsmethode. 
  4. Die Kultusminister haben für die bedingungslose gegenseitige Anerkennung der so erteilten Reifezeugnisse Sorge zu tragen. 
  5. Jede Form der Gewichtungsrechnung, die zum Ziel hat, die so erreichten Abiturschnitte in ein Verhältnis zu regulär erreichten Zensuren zu setzen, ist für staatliche Institutionen jeglicher Art (Behörden, Universitäten usw.) sowie für alle privaten Hochschulen und Universitäten ausnahmslos unzulässig.

Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: Stefan Edenharder, Dominik Konrad, Tobias Weiskopf, Lucas von Beckedorff, Tarek Carls, Fabian Ernstberger


 

Digitale Lernangebote schaffen! Bildungschancen trotz Corona-Krise sichern!


Die Jungen Liberalen Bayern fordern einen stärkeren Ausbau von digitalen Bildungsangeboten, gerade mit Blick auf den schulischen Bereich.

Dies schließt folgende Positionen mit ein:

  • Zukünftig muss der Freistaat Bayern genügend Serverkapazität bereithalten, um immer uneingeschränkt vom analogen zum digitalen Unterricht wechseln zu können.
  • Um die Chancen digitalen Unterrichts besser auszunutzen, soll für jede Klasse obligatorisch ein Kurs in Mebis oder einer anderen Software geschaffen werden, der wichtige Unterrichts- sowie organisatorische Inhalte der Fächer enthält.
  • Die Anstrengungen für die Einrichtung digitaler Lern- und Lehrangebote darf nicht umsonst gewesen sein. Daher ist es wichtig nach dem Rückgang der Corona-Pandemie weiterhin digitale Lernangebote zu entwickeln und nicht zum Stand vor den Schulschließungen zurückzukehren.
  • Die Lernplattform Mebis oder eine andere geeignete Software muss außerdem um ein Tool zur Erstellung von Videokonferenzen zwischen Lehrern und Schülern erweitert werden.
  • Des Weiteren soll sichergestellt werden, dass alle Schulen eine einheitliche Lernplattform nutzen.

Gültigkeit: 5 Jahre


Antragsteller: Johannes Kuffer