Verbandsinformationen

Die Jungen Liberalen Bayern e.V. (Kurzbezeichnung: JuLis Bayern) sind die landesweite Untergliederung der Jungen Liberalen. Die Jungen Liberalen sind die Jugendorganisation der FDP, jedoch auf Landesebene wie auf Bundesebene inhaltlich und organisatorisch unabhängig.

Basisdaten

Gründung: 5. Dezember 1980 in München

Mitglieder: 1100 (Stand: November 2017)

Vorstand und Ombudsmitglied: siehe Vorstand

Anschrift und Kontakt: siehe Kontakt

Unsere Haltung gegenüber der FDP

Die Jungen Liberalen Bayern verstanden sich seit ihrer Gründungszeit immer wieder nicht nur als Vertreter und somit Lobbyisten der Jungen unter den Liberalen, sondern auch als Reform-Motor der FDP, nicht nur in inhaltlicher, sondern auch in struktureller und organisatorischer Hinsicht.

Verschiedene organisatorische Konstruktionen der FDP wurden dabei wiederholt und oft auch erfolgreich von Jungen Liberalen zu ändern versucht, Fehlentscheidungen aus Sicht der JuLis wurden als solche benannt.

Die FDP bindet die Jungen Liberalen in Anerkennung von deren Engagement in Wahlkämpfen und bei der innerparteilichen Arbeit, teils per Satzung, meist traditionell, in verschiedene innerparteiliche Gremien und Prozesse ein. Die Vorsitzenden der Gliederungen der Jungen Liberalen werden in die Vorstände der entsprechenden FDP-Gliederung kooptiert, weshalb JuLis für diese Ämter per Satzung der Jungen Liberalen Mitglied der FDP sein müssen.

Auf Landesebene wird zudem traditionell der Vorsitzende der Jungen Liberalen als Beisitzer durch den Parteitag in den Landesvorstand der FDP gewählt, in manchen Untergliederungen ebenso.

Die JuLis stellen außerdem je ein stimmberechtigtes Mitglied für die Landesfachausschüsse der FDP, üblicherweise die Leiter der jeweiligen Landesarbeitskreise.

Auf den Parteitagen der FDP sind die entsprechenden Gliederungen der Jungen Liberalen antragsberechtigt, machen von diesem Recht häufig Gebrauch und bestimmen so die Programmatik der Mutterpartei häufig entscheidend mit.

2004 auf ihrem 59. Landeskongress beschlossen die JuLis Bayern in Folge der aus Sicht der FDP mit 2,6% gescheiterten Landtagswahl 2003 einen Antrag mit dem Titel „Lösungsansätze für eine schlagkräftige liberale Partei in Bayern“.

Die Forderungen bestärkten den in der Bundestagswahl 2002 auf Bundesebene in der FDP durchgesetzten Kurs weg vom Mehrheitsbeschaffer: „Eigenständigkeit der FDP muss auf allen Ebenen erkennbar werden“. Sie setzen sich damit entschieden gegen Bestrebungen innerhalb der FDP ein, sich den in Bayern herrschenden Mehrheitsverhältnissen durch Assimilation anzupassen und Kooperationsbereitschaft der CSU gegenüber zu signalisieren um deren Wählerpotential zu gewinnen. Gleichzeitig drängte der Beschluss, die bis zu den folgenden Wahlen verbleibende Zeit zu einer innerparteilichen Reorganisation zu nutzen. Zielvorstellung war eine weniger bürokratische Struktur, in der außerdem Ämter nicht mehr nach Proporz, sondern dem liberalen Leistungsprinzip folgend nach den Fähigkeiten der Amtsträger vergeben werden: „Es ist nicht Sinn und Zweck eines Vorstandes, alle Untergliederungen zu repräsentieren, sondern mit geeignetem Personal effizient zu arbeiten.“

Bürgernähe zwischen den Wahlkämpfen sowie eine mutigere und intensivere Wahlkampfführung mit klarer Linie sind weitere Forderungen des Antrages. Der Antrag der JuLis Bayern wurde anschließend nach langer Debatte auf dem Landesparteitag der FDP mit einigen Änderungen beschlossen.