"Pure Arroganz" – die Rentenpolitik der Regierung ist ein Schlag ins Gesicht der Jugend

Die Menschen hierzulande fragen sich, wie man am besten sein Geld anlegt und leider auch, ob das Geld im Alter überhaupt noch reicht. Mit Bedauern betrachte ich, wie die politischen Parteien diese Sorgen ausnutzen, um Wähler an sich zu binden.

HIER findest Du den original Gastbeitrag von Lukas bei der Huffington Post Deutschland.

Nahles, aber auch die Union haben die Rentendebatte mit ihren Wahlgeschenken wieder angeheizt. Die Menschen hierzulande fragen sich, wie man am besten sein Geld anlegt und leider auch, ob das Geld im Alter überhaupt noch reicht. Mit Bedauern betrachte ich, wie die politischen Parteien diese Sorgen ausnutzen, um Wähler an sich zu binden.
Wir schauen optimistisch in die Zukunft
Angst ist nie ein guter Berater. Unser Denken und unsere Politik als Liberale zeichnen sich vor allem durch Optimismus aus. Ich blicke also zuversichtlich in die Zukunft. Die Digitalisierung und eine starke Wirtschaftspolitik bringen unser Land voran. Leider nicht wegen, sondern trotz der aktuellen Politik. Unsere Arbeitswelt wird sich verändern und somit wird auch das Leben in der Zukunft ein anderes sein.
Die Arbeit wird flexibler und spezialisierter. Ich denke dabei beispielsweise an den Familienvater, der nicht mehr von morgens bis abends im Büro sitzen muss, sondern von Zuhause am Computer arbeitet und währenddessen mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen kann. Ebenso denke ich an die Zahnarzthelferin, die nicht mehr nur Abrechnungen macht und die Patienten betreut, sondern immer mehr einen wichtigen Teil zur Behandlung beiträgt.
Irgendwann wird auch nicht mehr jeder in Vollzeit arbeiten müssen, gerade dann, wenn wir endlich das liberale Bürgergeld umsetzen. Alle die es wollen, können sich dann auf die Familie, auf künstlerische Tätigkeiten oder auf ehrenamtliches Engagement konzentrieren.
Die Bundesregierung handelt verantwortungslos
Andrea Nahles steht völlig zurecht in der Kritik. Durch die Blume vermittelt sie nur eine einzige Botschaft: „Die junge Generation muss zahlen.“ Dieses verantwortungslose Handeln ist ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die für Generationengerechtigkeit kämpfen.
Das sage ich nicht nur als Vorsitzender der Jungen Liberalen Bayern, sondern auch als junger Familienvater. Mein Sohn soll nicht die Suppe auslöffeln, die ihm von der Bundesregierung und ihrer Chefköchin Nahles eingebrockt wird. Das gilt erst recht, wenn man bedenkt, dass es dabei um wahnsinnig viel Geld geht.
Das grundlegende Problem ist, dass die Politik so gut wie nicht in die Zukunft schaut. Die Parteien denken in der Regel lediglich in Wahlzyklen, also Abständen von vier, fünf oder sechs Jahren. Sie schauen immer nur bis zur nächsten Wahl. Doch was ist nach dieser Wahl? Was ist in zehn Jahren? Was ist in zwanzig Jahren? Was ist in fünfzig Jahren? „Nach mir die Sintflut“ ist kein Motto, nach dem wir in unserer Gesellschaft leben wollen.
Wenn wir nur an die Alten denken und Politik auf Kosten der Jungen machen, dann ist das pure Arroganz, die auch noch verheerende Folgen mit sich bringt. Eine egoistische Politik, die nicht an die Zukunft denkt, nimmt den Menschen kommender Generationen das Recht auf Selbstbestimmung. Es ist das höchste Ziel meines politischen Strebens, es nicht so weit kommen zu lassen.
Das Rentensystem muss reformiert werden
Unsere liberale Rentenpolitik grenzt sich von der Bundesregierung ab. Wir sehen die große Gefahr einer überalternden Gesellschaft durch den demographischen Wandel. Als Junge Liberale Bayern fordern wir eine Umstellung der Alterssicherung auf volle Kapitaldeckung. Während natürlich der Lebensstandard der älteren Generationen gesichert werden muss, sollen junge Menschen schrittweise ihren Kapitalstock ansparen können.
Damit aus Kreisen der Politik nicht ungehindert auf dieses Geld zugegriffen werden kann, möchten wir, dass diese Rücklagen über individuelle Versicherungen in der Privatwirtschaft erfolgen. Ebenso ist ein Sozialausgleich unabdingbar, um zu verhindern, dass einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger unter die Räder kommen.
Außerdem begrüße ich das Konzept von Mehrgenerationenhäusern als soziale Treffpunkte für Menschen jeden Alters. So können wir in den Kommunen Brücken zwischen den Generationen schlagen und ein engeres gesellschaftliches Miteinander schaffen. Junge und Alte sollen nicht nur anonym füreinander sorgen, sondern auch in Freundschaft miteinander leben.

Ombudsperson für zukünftige Generationen

Ich verstehe Politik als Gestaltung der Zukunft. Für so eine Politik braucht die junge Generation eine unabhängige Stimme. Deshalb fordern wir die Einführung einer Ombudsperson für zukünftige Generationen. Also jemandem, der nicht für sich selber oder die Alten, sondern für kommende Generationen spricht, und das in den Parlamenten.
In Ungarn gibt es bereits seit 2007 eine Position dieser Art, welche in weiteren Ländern mit teilweise großem Erfolg eingeführt wurde. Nur mit einer solchen Ombudsperson können wir dafür sorgen, dass diese jungen Generationen nicht unter die Räder der Politik kommen.

Fragen zur Pressearbeit der Jungen Liberalen Bayern beantworten Dir Andre (andre.lehmann@julis-bayern.de), Melanie(melanie.pospisil@julis-bayern.de) und Michael (michael.abler@julis-bayern.de).